Varroabekämpfung und Anderes

Am 26.6. erntete ich den letzten Honig von den Völkern im Garten. Da es für die Bienen nichts mehr zu Sammeln gab, erntete ich von den Gartenvölkern nur jeweils 4 bis 6 Honigwaben; der Rest verblieb als Futterreserve im Volk. Heute kam endlich das bestellte Futter, und ich machte mich daran, nun auch die Völker an den externen Ständen abzuenten und einzufüttern. Andere Imker hatten mich bereits vorgewarnt: Der Honig sei so zäh, dass er kaum aus den Waben gehe. Als ich die ersten Waben in Händen hielt und diese unglaubhlich zähe Masse in den Zellen sah, verzichtete ich kurzentschlossen auf Schleuderversuche. Sollen die Bienen ihren Homig behalten. Mit meinen 86 kg Sommertracht bin ich besser dran, als jene Imker, die mit Müh und Not ein paar Kilo Spättracht aus den Waben schleudern.

Zwischen dem 15.7 bis zum 22.7. habe ich von 8 Völkern Zwischenbodenableger zur Varroabekämpfung gemacht. Die halb mit Honig gefüllten Honigzargen kamen auf das Bodenbrett, 2 bienenbesetzte Pollenwaben und 3 Leerwaben dazu, Königin rein und von 2 – 3 weiteren WAben Bienen hineingefegt und Plastikfolie drauf. Dieses Volk kann nun ohne medikamenelle Behandlung überweintern. Alle restlichen Waben – Brutwaben, Pollenwaben, Honigwaben falls vorhanden, kamen auf die Folie. Deckel drauf. Der obere Volksteil ist nun weisellos. Die Brut läuft aus, und da es bald keine Brut mehr gibt, die verdeckelt werden könnte, sterben die Milben, ohne Nachkommen zeugen zu können. So wird auch dieser Volksteil entmilbt.

Es gibt allerdings Kritiker, die nicht glauben, dass der obere Volksteil entmilbt wird. Sie bevorzugen die Entmilbung des oberen Teils mit Ameisensäure – nicht zuletzt, weil sie ihn als Milbenschleuder ansehen, der die gesunden Volksteile reinfizierren könnte.

Ich werde wohl beides ausprobieren.

Da ich einige Völker habe, die im Juni bereits längere Zeit weisellos waren  und dadurch kaum Milben aufweisen, werde ich sie vorerst gar nicht behandeln.  Erst wenn jede 10. Biene auf der Wabe eine Milbe trägt, werde ich etwas unternehmen (Tipp von Dr. Büchler).

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Letzte Beobachtungen

Wer mein Forum „Projekt Landbiene“ kennt, weiß, dass ich zu den Varroamilbenzählern gehöre. Bei 2 Völkern im Garten zählte ich seit Wochen die meisten Milben, zuletzt über 20 täglich auf der Windel. Bevor diese Völker die anderen infizieren, wollte ich diese beiden mit AS behandeln und entweiseln, um die Generationenfolge zu beschleunigen (Teil meiner Methode). Die Honigräume hätte ich dann (bienenfrei) auf andere Völker verteilt. Bevor ich zur Tat schritt, verschaffte ich mir einen Überblick über die Völker. Die HR waren gut gefüllt; es befand sich viel Brut in allen Stadien in den Waben – und, was mir dann auffiel – ich fand keine einzige auf Bienen aufsitzende Milbe! Auch die Brutfelder waren in Ordnung: keine negativen Auffälligkeiten!
Mir kam die Idee, dass ich möglicherweise die hohen Milbenzahlen auf den Windeln falsch interpretiert haben könnte. Möglicherweise bedeuten sie eine erfolgreiche Milbenbekämpfung seitens der Bienen! – Ich machte die Bienenkästen wieder zu und harre der Dinge…

Leider wurden gestern die letzten großen Wiesen, auf denen viel Klee blühte, gemäht. Ende der Kleetracht. Jetzt haben die Bienen nur noch den Raps. Der Raps wurde ja aufgrund einer 2-monatigen Trockenheit in seiner Entwicklung mitten in der Blütezeit unterbrochen. Die relativ wenigen Schoten wurden halbwegs notreif . Dann kam endlich der Regen und der Raps schlug wieder aus und hat nun eine zweite Blüte. Die droht allerdings auch schon wieder am Stengel zu vertrockenen.

Die Geteidefelder sind ebenfalls wieder ausgeschlagen. Zwischen gelben, z.T. notreifen Ähren befinden sich nun grüne Sprossen, die sich erst noch zu Ähren entfalten wollen. Besonders die ehemals verdorrten Teile des Feldes sind nun wieder grün: Grüne Inseln im Gelben Meer! Ich glaube kaum, dass es die Bauern freut. Wenn sie mit der Ernte warten, bis die jungen Ähren reif sind, sind die alten am Stengel entweder schon wieder ausgeschlagen oder verfault.

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Endlich Regen

April und Mai waren fast ohne Regen. Beim Raps vertrockneten bei Halbzeit seiner Blüte die gelben Blüten am Stengel, sodass die Felder schön gelb erschienen, aber für den Bien völlig wertlos waren. Bei einem kurzen Regenschauer am 30. Mai wurde die gelbe Pracht binnen weniger Minuten weggespült und die Rapsfelder waren mit einem Schlag grün.

Trotz der Trockenheit haben die Bienen eine Rekordernte ermöglicht: 346 kg von 17 Völkern. Der Honigernte folgten mindestens 2 Wochen Trachtlosigkeit, bis in der ersten oder 2. Juniwoche endlich der Regen einsetzte und die Brombeere, Wiesenscabiose, Kornblume, Flockenblume und Klatschmohn blühten. Bienen fand ich jedoch ausschließlich auf der Brombeere. Vom Weißklee war nichts zu sehen. Ich fürchtete um meine 2. Honigernte.

Seit gestern regnet es fast ohne Pause. Heute entdeckte ich bei einem Spaziergang im Dauerregen, dass nun doch großflächig der Weißklee blüht. Auch die Linde hat zu blühen begonnen. Fall es jetzt wieder trocken wird, gibt es wohl doch noch Sommerblütenhonig.

Bei Volk 21 müsste um den 24.6. die Jungkönigin in Eilage gehen. Volk 23 muss ich die Tage auf Weiselrichtigkeit prüfen. Ich konnte vor fast einer Woche keine Brut finden und hängte eine Testwabe mit Stiften hinein.

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Neuanfang?

Ich gebe zu, dieses Tagebuch vernachlässigt zu haben. Ich beschäftige mich mehr mit dem weniger aktuellen, dafür grundsätzlicheren, „Projekt Landbiene“, einem Forum, in dem ich für die Wiedereinführung der Landbienenhaltung kämpfe und mich außerdem bemühe, eine varroaresistente Biene zu „züchten“.

In diesem Forum gibt es die Sparte „Meine Betriebsweise“. Hier versuche ich alles Wissen, das ich über Bienen und bienengemäßes Imkern erfahre, einzubringen.

Meine täglichen aktuellen Arbeiten „am Volk“ sind allerdings nirgendwo zu finden. Ich hoffe, ich finde die Kraft, diese Arbeiten in diesem Tagebuch einigermaßen regelmäßig zu dokumentieren.

Ich pflege derzeit 24 Völker incl. diesjähriger Ableger. Von 17 Völken erntete ich Anfang bis Ende Mai ca 350 kg Honig. Schon während der Ernte kam aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit – es hatte den halben April und ganzen Mai hindurch nicht geregnet – zu einer Trachtpause, die im Prinzip bis heute anbhält. Die Honigvorräte, die ich den Bienen gelassen hatte, schmelzen dahin. Einem Volk musste ich sogar (vor ca. 2 Wochen) Honigwaben aus einem anderen Volk geben, damit es nicht verhungert.
Heute finden die Bienen etwas Brombeerblütennektar und -pollen (orangefarben). Aus unbekannten Gründen meiden sie die reichlich vorhandene Wiesenscabiose, Flockenblume, Kornblume und Klatschmohn. Dort sind fast ausschließlich tausende Hummeln zu sehen.

Gestern zeichnete ich die Jungkönigin aus Volk 24 (weiß). Volk 23, von dem ich ebenfalls die Kö zeichnen wollte, war offenbar weisellos. Ich hatte vor Wochen (Anfang Mai) von diesem Volk einen Ableger samt Kö gemacht. Dann schwärmten die geschlüpften Jungköniginnen. Eine Kö konnte ich für mich „retten“, indem ich ein weiteres Jungvolk bildete. Die Jungkönigin des Muttervolkes kam wohl vom Hochzeitsflug nicht zurück. Ich hängte eine Wabe mit Weiselzellen aus Volk 5 ein. Ich fand später auch die junge Weisel, die hier entstand, aber gestern fand ich nichts mehr: keine Brut! Ich hänge vom Volk 8 eine Testwabe (mit Stiften) ein.

Letztes Jahr hatte ich mit V3 dieses Problem, mehrere Anläufe zu benötigen, bis das Volk endlich wieder weiselrichtig war; diesmal ist V23 (ehem. V8) mein Problemkind.

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Vermehrung eines Bienenvolkes

Langsam wurde es Zeit, die Völker nach Weiselzellen abzusuchen, sonst verliere ich noch meine besten Königinnen. Also öffnete ich mein bestes Volk 9 und fand auf Anhieb auf 5 oder 6 Waben jeweils 2 – 3 offene Weiselzellen. Da ich fürchtete, dass die Königin bereits mit einem Teil des Volkes geschwärmt sein könnte – ich fand im Brutbereich leere unbestiftete Areale, also plante die Kö schon länger den Abflug – durchsuchte ich die Waben sorgfältig. Nach über einer Stunde (!) fand ich sie endlich und zeichnete sie grün für 2009. Dann machte ich eine Schwarmvorwegnahme, indem ich von 3-4 Waben die Bienen in in einen Ablegerkasten mit Futterwaben, Leerwaben und Rähmchen mit Anfangsstreifen fegte und die Weisel zusetzte. Ich brachte dieses neue Völkchen 9 zum Außenstand „Tannenschonung“. Dann machte ich einen weiteren Ableger mit einer Wabe, an der mehrere Weiselwiegen hingen, Futterwaben usw.. Diesen Ableger brachte ich noch etwas weiter weg (Kiefernwald). Mit ihm möchte ich das varroaträchtige Volk 21, das vorher entweiselt wird, vereinigen.
Danach prüfte ich noch die Völker 1, 10 und 14. Sie hatten allesamt noch keine Weiselzellen angelegt.

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Ameisen in der Beute

Heute konnte ich am Bienenstand (V16 und 17) beobachten, wie sich Bienen in eine Ameisenstraße an der Beute stellten mit dem „Hintern“ Richtung ankommende Ameisen, ihr „Gebläse“ einschalteten und sämtliche Ameisen fortbliesen! Die Wächterbienen waren sehr emsig. Sobald sie irgendwo eine Ansammlung von Ameisen entdeckten, bliesen sie sie fort. Komisch, dass ich das erst jetzt beobachte und nicht schon Jahre früher.

Bei einem anderen Volk (Nr. 12) konnte ich gestern keine junge Brut finden. Heute machte ich den Kasten noch mal auf, um die Königin zu suchen. Ich fand sie tatsächlich und markierte sie grün (für 2009). Erst später fiel mir ein, dass ich letztes Jahr dort geöffnete Weiselzellen gefunden hatte. Das Volk muss geschwärmt – und die Kö deshalb eine 2010er sein. Ich fand im Brutraum leere Arbeiterinnenzellen, keine Stifte, in Randbereichen jedoch junge Rundmaden. Außerdem ältere Larven und verdeckelte Brut. In einer Drohnenwabe fand ich einige Stifte. Die Weisel macht also seit weniger als einer Woche Brutpause, was Arbeiterinnenbrut anlangt. Sind ihr die Spermien ausgegangen?

Ich klapier das alles nicht. Warum machte sie eine Fast-Brutpause? Die Bienen scheinen nicht umweiseln zu wollen – sind also mit den Leistungen ihrer Kö zufrieden. In den Bruträumen war jede Menge Honig. Die reinen HW hängte ich in den HR. Da das (fast ungenutzte) Brutnest zu verhonigen drohte, hängte ich gestern Mittelwände ein, die heute ausgebaut waren – ohne Brut, mit etwas Honig.

Ich warte jetzt mal ein paar Tage ab. Mal sehen, ob die Kö noch mal in Legestimmung kommt. Wenn nicht, muss ich von Unfruchtbarkeit der Kö ausgehen.

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Rapstracht und Wetter

In den Tälern blüht bereits der Raps, nur auf dem 500 m hohen Berg, auf dem ich 2 Stände habe, ist er noch nicht so weit. Heute war es einigermaßen warm – ich schätze so um die 18 Gad im Tal (420 m). Keine einzige Biene im Raps! Ich vermute, dass er aufgrund der Trockenheit des Bodens nicht honigt. Vielleicht ist es auch nicht warm genug. Klee, so habe ich mit sagen lassen, honige zB erst am 23 Grad.
Die Bienen flogen statt des Rapses lieber den Löwenzahn an – der Pollen wegen – und hauptsächlich die Wildkirsche, die hier in großen Mengen vorzufinden ist und immer noch blüht.

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