Doppelvölker durchgesehen

Gestern nahm ich die beiden Doppelvölker, die ich am 31.3. gebildet hatte, unter die Lupe. Ich hatte – wir erinnern uns –  2 schwache Völker über Absperrgitter über 2 starke Ableger aufgesetzt, damit die starken die schwachen verstärken. Ammenbienen der starken laufen nach oben und pflegen die Brut der schwachen, sodass die Königinnen der schwachen mehr Eier legen können.

Ich erlebte bei der gestrigen Durchsicht zwei große Überraschungen:

Volk 9, das auf V3 aufsaß, hatte weder eine Königin, noch Brut in den Zellen. Dafür einige Waben, die mit frischem Honig gefüllt waren. Offensichtlich hatten die Bienen die Kö des schwachen Volkes getötet und sind zur Kö des starken übergelaufen. Ich vereinigte beide Völker, indem ich beim Wiederaufsetzen der oberen Zarge das Absperrgitter wegließ.

Volk 10, das auf V6 aufsaß, hatte andere Probleme. Die Kö war zwar noch da, aber ihr Brutraum war völlig verhonigt. Es war kaum Platz für die Brut vorhanden. Völlig entgegen meiner Befürchtung, dass die Bienen immer noch verhungern könnten – es gab zwar reichlich Pollen, aber wo sollte der Nektar hergekommen sein? – war die Zarge des aufsitzenden Volkes fast völlig mit Honig gefüllt. Es gab nur wenige handtellergroße Brutflächen und kaum freien Platz für neue Eier. Kurzentschlossen setzte ich eine Honigzarge mit Leerwaben und halben Mittelwänden (in ganzen Rähmchen) ohne Absperrgitter auf. Der Honig der 2. Zarge kann nun nach oben hin umgetragen werden, sodass für die Kö wieder Flächen für die Brut frei werden oder die Kö wechselt in die obere Zarge zum Eierlegen (was mir weniger lieb wäre).

Heute Mittag werde ich dem Volk 7, das in einem von mir selbst entwickelten Beutentyp haust, – jede Zarge fasst nur 8 Waben, sodass die Zargentürme höher werden und auf Absperrgitter hoffentlich verzichtet werden kann – ebenfalls eine 3 Zarge (Honigzarge) mit Leerwaben und halben Mittelwänden – aufsetzen.

Die Honigsaison hat begonnen. Die Japanische Zierkirsche und der Bergahorn blühen seit vorgestern. Heute beginnt der Schwarzdorn und die wilde Süsskirsche zu blühen. Gegen Mittag werde ich auch noch V4, dem ich am  9.4. eine zweite Brutzarge gegeben hatte, überprüfen und entscheiden, ob ich ihm eine Honigzarge über Absperrgitter aufsetze.

Gestern fand ich auch endlich heraus, welches meiner Völker ein "Stecher" ist: Es ist V3, also das "Spendervolk", das das aufsitzende V10 stärken soll. Ich werde es wohl umweiseln müssen.

Jetzt habe ich nur noch sieben Völker.  

Nachtrag 19.6.: Es stellte sich heraus, dass die sog. "Stecher" in Wahrheit weisellos waren.
In der Sache des Doppelvolkes V10 über V6 stellte sich heraus, dass V6 weisellos war! Beide Versuche, Schwächlinge mit der Doppelvolkmethode zu verstärken, sind fehlgeschlagen. Einmal kam die Kö des aufsitzenden Volkes um, einmal die des Spendervolkes. Künftig werde ich auf die Methode verzichten. Heute wären die Schwächlinge schöne, gute Völker!! 

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Eine Antwort zu Doppelvölker durchgesehen

  1. wolli schreibt:

    Bei mir hat das immer bestens funktioniert, kann es, im Gegensatz zu dir, nur jedem empfehlen

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