Frühjahrsdurchsicht

Heute war nach unendlich langem Winter der erste richtige Frühlingstag. (Es hatte nach dem 27. Februar – siehe letzten Eintrag, noch mal jede Menge Schnee gegeben, und es war wochenlang unter Null Grad kalt.) Es war mittags etwa 15 Grad warm, die Sonne schien und es wehte ein nur laues Lüftchen. Schneeglöckchen und Krokusse, sowie die Winterlinge blühten hinterm Haus. Der einst riesige Schneeberg (2 m Höhe) vor dem Haus war auf ungefähr einen halben Meter Dicke abgeschmolzen.
Gegen 10.00 Uhr war es endlich warm genug und die Bienen flogen. Ich nutzte die Gelegenheit, die Völker durchzusehen, denn ich fürchtete, dass das Futter langsam knapp wurde. Die gute Nachricht zuerst: Alle Völker waren mehr oder weniger ausreichend mit Futter versorgt und waren quicklebendig. Die schlechte Nachricht: 2 Völker waren leider keine Völker mehr.

Volk 8, ein Ableger von V3, das diese schöne große, recht gelbe Königin, die mit besonders gut gefiel, hatte, war verhungert. Die toten Bienen waren noch nicht verschimmelt; sie müssen erst vor wenigen Tagen gestorben sein. Ursache: Mangelnde Erfahrung meinerseits. Ich hatte es vor ein paar Wochen (siehe vorherigen Eintrag) bei diesem 2-zargigen Volk nicht gewagt, genauer nachzuschauen, ob genug Futter vorhanden war. Ich wollte die obere Zarge nicht wegnehmen, um unten nachzuschauen. Bei den anderen – fast durchweg einzargigen – Völkern war die Futterkontrolle leichter.  Da bei ihnen genug Futter vorhanden war, hatte ich gedacht, dass auch dieses ausreichend versorgt war. Leider ein Irrtum!

Im Volk 10 auf dem Muschelberg, dem Ableger von V5,  fand ich nur jede Menge voller Futterwaben und ein leeres Mausenest aus trockenem Laub und Gras. Keine einzige Biene! Ich gab die ungenutze Futterzarge mit 8 oder 9 vollen Futterwaben dem nebenstehenden Volk 13, das in gutem Zustand war. Die Völker 12 und 4, die sehr schwach eingewintert worden waren, waren heute in gutem Zustand. Kaum Wintertote. Bei V4 hatte ich sogar den Eindruck, dass es größer war, als bei der Einwinterung.

Das Volk 13 auf dem Muschelberg konnte heute noch nicht fliegen, da dort oben auf 500 m NN ein scharfer Wind wehte und es mindestens 5 Grad kälter als im Garten war. Trotzdem werde ich wohl ein neues Volk aus dem Garten als Ersatz für das von der Spitzmaus ratzekahlgefressene V10 hinbringen, da dieses Jahr auf dem Muschelberg die meisten Rapsfelder sind.

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